Termine zur Sperrung Dr. Otto-Weiher

An folgenden Terminen ist der Dr. Otto-Weiher gesperrt:


 

der kleine Weiher kann an diesen Tagen beangelt werden.

Angelscheine

Der Bezug der Angelscheine für Gastangler ist über folgende Stellen möglich:

( eine Ausgabe am Angelheim wird nicht mehr durchgeführt )

 

Angelspezi Hachenburg

 

Saynstr. 42

 

57627 Hacheburg

 

Tel.: 02662 9477047

 

 

 

Wolfs Angelrevier

 

Boschring 30

 

56422 Wirges

 

Tel.: 02602 69661

 

 

 

ED-Tankstelle Herschbach

 

Rheinstr. 21

 

56249 Herschbach

 

Tel.: 02626 9239620

 

 

 

Tagesschein Senioren        2 Angeln   15,-€

 

Tagesschein Jugend          1 Angel       5,-€

 

 

 

Bei Ausstellung eines Angelscheines ist der

 

gültige Bundesfischereischein (nur im Original, keine Kopie)

 

vorzulegen!

 

 

Angelzeiten sind:

 

01.04 - 30.09  06 -21 Uhr      und

01.10 - 31.03   07 - 17 Uhr


Hier finden Sie nützliche Informationen rund um die Fischerei

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Maße&Zeiten.pdf
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Liste der Schonzeiten und Mindestmaße für Rheinland Pfalz


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Knoten für alle Fälle (zur Verfügung gestellt von der Firma ZEBCO)


Prüfungsfragen zur Fischereiprüfung mit Übungs- und Prüfungsteil zum Download:

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Fischerprüfung RLP.xls
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Die Nase ist der Fisch des Jahres 2020

 



 

 

Ähnliches Foto

Foto: Rainer Kühnes

 

  • Regional stark gefährdete Art mit wichtigen Funktionen im Ökosystem
  • Flüsse müssen passierbar werden, damit Nasen wandern können

 

Die Nase (Chondrostoma nasus) ist Fisch des Jahres 2020. Anders als Forelle, Stichling oder Aal ist die Fischart Nase in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Mit der Wahl dieser in Deutschland regional stark gefährdeten und lokal bereits verschwundenen Fischart machen der Deutsche Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) auf eine bedrohte Fischart aufmerksam, die für Flüsse mit kiesigem bis felsigem Untergrund in der sogenannten Äschen- und Barbenregion typisch ist.

Gemeinsame Anstrengungen zur Wiederansiedelung

 

Bestände stark zurückgegangen

 

Die Nase hat ihren Namen von dem nasenähnlich geformten Aufsatz auf ihrer Oberlippe, eine Anpassung an ihre Lebensweise. Sie ist ein Friedfisch, ernährt sich von Algen, die sie von Steinen und Kiesbetten abweidet. So wie Schnecken die Glasscheiben im Aquarium putzen, so hält die Nase glatte Oberflächen im Gewässer algenfrei. Sie war noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Fisch, der in schnell fließenden Gewässern sehr häufig vorkam, und auch „Brotfisch“ der Berufsfischer an der Donau genannt wurde. Heute sind Schwärme von hundert Fischen bereits eine Seltenheit. Weil die Laichhabitate entweder nicht mehr funktionsfähig sind oder aufgrund von Querbauwerken nicht mehr erreicht werden können, kann in geeigneten Gewässern der Besatz mit gezüchteten Jungtieren sinnvoll sein. Auch auf Verschmutzungen der Gewässer durch Schadstoffe sowie übermäßige Feinsedimenteinträge reagieren Nasen empfindlich.

 

„Nasen gehören wie auch die Barben zu den Karpfenfischen. Beim Abweiden der Algen von Steinen und Kies lagern sie den Gewässergrund um und verhindern damit die Bildung von Faulschlamm. Kiesbetten dienen vielen Fischarten, den Nasen und Barben aber auch den Salmoniden wie dem Lachs als Laichbetten. Nasen haben somit eine wichtige Funktion in unseren Fließgewässern. Ohne geeignete Laichhabitate können Fische nicht ablaichen und sich nicht vermehren. Für die Vermehrung der vielen Kieslaicher unter den Fischen ist ein guter Bestand an Nasen eine wichtige Voraussetzung,“

Dr. Christel Happach-Kasan, Präsidentin des Deutschen Angelfischerverbandes

 

„Um den Schutz der Nase zu verbessern, müssen Wanderhindernisse in den Flüssen abgebaut oder passierbar gemacht werden und naturnahe Ufer, Kies- und Schotterbänke wiederhergestellt werden. Dies fordert auch die Europäische Wasserrahmenrichtlinie für unsere Flüsse. Nur wenn die ganze Vielfalt von Strukturen und Lebensräumen vorhanden und erreichbar ist, können sich die Fischbestände – nicht nur die der Nase – langfristig wieder erholen. Die Nase steht daher stellvertretend für die gesamte Fischartengemeinschaft“

Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz

 

Hintergrund:

 

Die Nase kommt in Mitteleuropa nördlich der Alpen bis nach Osteuropa vor. Sie ist eine zu den karpfenartigen Fischen (Cyprinidae) gehörende Art, die in der Barben- und Äschenregion großer Ströme wie der Donau oder dem Rhein vorkommt. Sie wird bis zu 50 cm groß, kann Gewichte bis 2000 g erreichen, bleibt aber im Normalfall deutlich kleiner. Mit dem scharfkantigen Unterkiefer weiden die Nasen Algen vom Bodensubstrat ab und nehmen bodenlebende Kleintiere wie Insektenlarven oder Krebstierchen auf. Das Schuppenkleid ist silbrig, am Rücken etwas dunkler und bäuchlings heller gefärbt. Typisch ist das Aufblitzen des silbrigen Schuppenkleids bei der Nahrungsaufnahme, wenn sich die Nase seitlich wegdreht, um die Algen abzuziehen. Nasen leben natürlicherweise in Schwärmen von mehreren hundert Exemplaren.

 

Nasen laichen im Frühjahr von März bis Mai und unternehmen dabei Wanderungen von mehreren hundert Kilometern in den Fließgewässern. Laichplätze sind flach überströmte Bereiche in kleineren Seitenbächen. Hier werden 20.000 bis 100.000 ca. 1,5 mm große Eier/Weibchen in vorher geschlagene Laichgruben abgelegt. Die Larven leben zunächst im Kieslückensystem und ziehen dann als Planktonfresser an ruhigere Gewässerstellen. Das Schlagen der Laichgruben in den flachen Gewässern ist oftmals als deutliches, lautes Plätschern zu hören, vor allem dort, wo noch hunderte Nasen gleichzeitig laichen.

 

 

Quelle: https://www.dafv.de/