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Die Flunder - Fisch des Jahres 2017



Nachtaktiver Schlickbewohner

Die Flunder ist ein wanderfreudiger Fisch, der in der Jugend teilweise vom Meer in die Flüsse schwimmt. Die Wahl zum Fisch des Jahres 2017 macht darauf aufmerksam, dass Meere und Flüsse untrennbare Lebensräume sind und vielen Arten durch Wehre die natürlichen Wandermöglichkeiten genommen werden.

Flunder - Foto: Bj. Schoenmakers

Flunder - Foto: Bj. Schoenmakers

11. November 2016 - Die Wahl der Flunder zum Fisch des Jahres weist auch auf die Verschmutzung der Lebensräume in Küstennähe, die Gefahr von Überfischung durch die Berufsfischerei und die Gefährdung durch Ausbaggerung der Flüsse hin. Von den Veränderungen der Lebensräume durch Ufer- und Querverbauungen, Regulierungsmaßnahmen oder Schadstoffbelastungen sind neben der Flunder viele weitere Fischarten und aquatische Lebewesen betroffen.

Die Flunder ist entlang der gesamten europäischen Küsten verbreitet. Sie ist nachtaktiv und gräbt sich tagsüber in Sand, Schlamm oder Schlick ein, sodass nur die Augen herausschauen. In ihrem Meereslebensraum frisst die Flunder überwiegend Asseln, Würmer und Weichtiere, im Süßwasser Zuckmücken- und andere Insektenlarven. Zum Laichen wandern Flundern in tiefere Meeresgewässer, wo sie von Januar bis Juni ablaichen. Die erwachsenen Tiere verbleiben anschließend im Salzwasser und kehren nicht in Brackwasser- und Süßwasser-Habitate zurück.

Die Flunderlarven leben anfangs im Freiwasser und verdriften mit der Strömung an die Küsten. Ein Teil der Larven beginnt später in die Flüsse einzuwandern. Die Umwandlung in einen Plattfisch erfolgt bei einer Larvenlänge von sieben bis zehn Millimetern. Die Augen wandern dann auf eine Seite des Körpers, bei der Flunder zu zwei Dritteln aller Exemplare auf die rechte Körperseite. Erst nach der Vollendung zum ungefähr einen Zentimeter großen Plattfisch gehen die Tiere vollständig zum Bodenleben über.

 

Eine Haut wie Schmirgelpapier

Der Körper der Flunder ist seitlich abgeflacht und asymmetrisch aufgebaut, da beide Augen auf der gleichen Körperseite liegen. Flundern werden 20 bis 30 Zentimeter lang und haben ein durchschnittliches Gewicht von rund 300 Gramm. In Ausnahmefällen werden sie bis zu 50 Zentimeter lang bei einem Gewicht von zwei bis drei Kilogramm. Eine Flunder kann bis zu 20 Jahre alt werden.

Von anderen Plattfischen wie Scholle oder Kliesche unterscheidet sich die Flunder durch ihre raue Haut, die sich beim darüberstreichen anfühlt wie Schmirgelpapier. Wenn man in einem Fluss auf einen Plattfisch trifft, handelt es sich immer um eine Flunder, denn nur dieser Plattfischart ist es möglich im Süßwasser zu überleben.

Die Flunder ist nicht akut bestandsgefährdet, in Fließgewässern findet man sie flussaufwärts aber nur noch bis zur ersten Querverbauung, wenn geeignete Fischaufstiegseinrichtungen fehlen. In früheren Zeiten sind einzelne Flundern zur Nahrungssuche sogar mehrere hundert Kilometer weit in die Flüsse aufgestiegen. Aufgrund der Wasserverschmutzung waren lange Zeit keine Flundern mehr in den Flüssen zu finden. Mittlerweile werden jedoch wieder vereinzelt Flundern in den Flüssen beobachtet, im Rhein tritt sie seit Ende der 1980er Jahre regelmäßig auf.

Der Fisch des Jahres wird vom Deutschen Angelfischerverband (DAFV) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) gekürt.

 

Quelle: https://www.nabu.de/news/2016/11/21501.html